Autor: Peter Wilhelm

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Bestatter verzögert Auszahlung

Hallo, ich habe dem Bestatter die Sterbegeldversicherung meiner Mutter zur Abwicklung übergeben. Da war ich schon skeptisch. Die Versicherung lief über 8.000 Euro. Es kamen aber mit Überschüssen 9120,- Euro raus. Die Beerdigung meiner Mutter hat 4.971 Euro gekostet. Damit steht mir ein Rest von 2.100 Euro zu. Auf dieses Geld warte ich seit 4 Wochen. Meine Mutter ist am 3. November verstorben, die Urnenbeisetzung ist am kommenden Freitag. Die Bestatterechnung liegt noch nicht vor, sie kommt erst nach der Beisetzung. Bis jetzt haben wir nur den ersten Kostenvoranschlag. Der kann doch nicht einfach mein Geld behaltn. Das steht mir doch zu. Was meinen Sie? Es ist durchaus üblich, dem Bestatter die Policen der Sterbegeldversicherung und anderer Versicherungen zu übergeben. Er reicht diese mit den Sterbeurkunden bei den Versicherungen ein. Die Auszahlung der Beträge erfolgt dann an den Bestatter. Nachdem alles abgewickelt ist, wird der Bestatter seine Rechnung aufstellen. Im ersten Teil der Rechnung wird er seine Leistungen und Lieferungen abrechnen. Im zweiten Teil der Rechnung werden dann die sogenannten durchlaufenden Posten erscheinen, also die …

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Warnung vor gefälschten Mails an Rentner

Tausende Rentner erhalten in diesen Tagen Mails, die angeblich von Vodafone stammen. Diese Rechnungen sehen so aus: Da mittlerweile auch so ziemlich alle älteren Menschen ein Handy haben, ergibt sich ein Problem. Viele kennen sich mit ihren Tarifen und ihrem Anbieter nicht aus. Das machen die Enkel oder Kinder für sie. Trifft nun so eine gefälschte Mail ein, bekommt man es schnell mit der Angst zu tun. Muß ich was bezahlen? Wieso kostet das jetzt über 300 Euro? Manche Leute sind vorsichtig und klicken erst einmal auf den Link in der Mail, unter dem es mehr Infos geben soll. Doch erstaunlicherweise führt dieser wirklich auf die Vodafone-Seite. Man kann dort nichts machen und auch nichts erfahren. Die Tücke liegt also nicht in den Links, sondern im angehängten DOC. Diese Datei soll die Rechnung enthalten. Aber Vorsicht: Wer dieses DOC öffnet, läuft Gefahr sich einen Computer-Virus einzufangen. Also Finger weg! Löschen Sie die Mail sofort und entleeren Sie auch den Papierkorb ihres Rechners.

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Fotos bei der Beerdigung

Meine Tante ist gestorben und wir werden übermorgen auf den Friedhof gehen, um sie zu beerdigen. Ich habe vor, dort mit dem Fotoapparat einige Bilder zu machen. Jetzt meint meine Frau, das sei nicht angemessen. Man dürfe bei einer Beerdigung nicht herumfotografieren, das würde stören. Dazu wüßte ich gerne Ihre Meinung als Experte. Was meinen Sie dazu? Aber selbstverständlich dürfen Sie fotografieren. Das ist seit der Erfindung der Fotografie schon immer gemacht worden. Eine Beerdigung ist ein denkwürdiges Ereignis, das ohne weiteres im Bild festgehalten werden sollte. Außerdem sind zwei weitere Aspekte zu berücksichtigen: – die Trauernden sind oft so von Trauer übermannt, daß sie die Vorgänge im Einzelnen gar nicht mitbekommen. Sie wissen anschließend oft auch nicht, wer alles da war. Für sie sind Fotos ein wichtiges Erinnerungsstück. – zu Beerdigungen kommen oft auch Verwandte, die man schon sehr lange nicht mehr gesehen hat. Überhaupt sind Beerdigungen immer große Familienfeste, wenn auch aus traurigem Anlaß. Da ist es doch gut, wenn jemand alles das im Bild festhält. Selbstverständlich verhält man sich als Fotograf zurückhaltend, …

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Es adventet schon heftig – Kleine Rückschau

Nächsten Sonntag ist der erste Advent. Für meine Frau war das schon am vergangenen Wochenende Anlaß, die ersten Weihnachtsplätzchen zu backen. Für mich ist das Anlaß, Rückschau zu halten. Seit einigen Monaten gibt es ja hier für Sie die Möglichkeit, mich auf meiner kostenlosen Telefonhotline anzurufen. Bei allen Fragen rund um die Themen Bestattung, Trauer und auch Sterbegeld, stand ich gerne Rede und Antwort. 392 Anrufer haben das Angebot seit Bestehen in Anspruch genommen. Für Ihr Vertrauen danke ich Ihnen ganz herzlich. In 21 Fällen habe ich zurückgerufen, weil sich die Anrufer in einer so prekären finanziellen Situation befanden, daß sie sich die Gesprächskosten nicht leisten konnten. Nach meinen Aufzeichnungen konnten ich gemeinsam mit den Anrufern in 344 Fällen eine Lösung finden, bzw. eine zufriedenstellende Auskunft geben. 41 mal war es erforderlich, daß ich bei Dritten anrufen mußte, um Sachverhalte zu klären oder vermittelnd einzugreifen. Bei knapp 50 Anrufern weiß ich nicht, was aus der Sache geworden ist. Ich habe immer darum gebeten, mich über den Aus- bzw. Fortgang auf dem Laufenden zu halten, aber …

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Reichsbürger haben nichts zu melden

Reichsbürger sind Leute, die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland nicht anerkennen. Sie fühlen sich als Bürger des Deutschen Reichs. Mehr drüber können Sie hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbürgerbewegung Viele dieser Personen tragen Ausweisdokumente bei sich, die ähnlich aussehen, wie das auf dem obigen Beitragsbild. Diese und andere Dokumente sehen zum Teil sehr echt aus, zum Teil aber auch wie billige Selbstanfertigungen aus der Kinderpost-Druckerei. Jedenfalls tauchen vermehrt Personen mit solchen Ausweisen, auch mit Dienstausweisen nicht existierender Reichsbehörden oder sogar der „Reichsregierung“ bei unsere deutschen Behörden auf. Sie stellen Ansprüche, begehren Beglaubigungen dieser Dokumente und es kommt regelmäßig zu Diskussionen mit dem Amtspersonal. Auch bei Versicherungen, der Post und sogar bei der Polizei legen Reichsbürger diese Dokumente und Ausweise vor. Deshalb sei einmal an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß niemand gezwungen ist, diese Scheindokumente anzuerkennen. Ganz gleich, ob an der Reichsbürgeridee im Grundsatz etwas dran ist, was ich gar nicht untersuchen und bewerten mag, ist es unterm Strich so, daß wir uns in diesem Staat zusammengefunden haben bzw. leben, und daß man, wenn man die Annehmlichkeiten dieser Bundesrepublik …

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Jeder hat das Recht auf ein Konto

Seit einem halben Jahr (19. Juni 2016) hat jedermann in Deutschland das Recht, ein Basiskonto zu eröffnen. Das gilt auch für Asylsuchende und Personen, die mit Duldung hier leben. Das Basiskonto funktioniert wie jedes andere Girokonto auch: Man kann damit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen, aber auch Bar-, Ein- und Auszahlungen tätigen. Die Banken dürfen künftig keinem mehr verwehren, ein Konto zu eröffnen. Auch Obdachlose, Asylsuchende und Personen ohne Aufenthaltsstatus (sogenannte Geduldete) haben Anspruch darauf. Man muß allerdings geschäftsfähig, also mindestens 18 Jahre alt sein. Bereits seit 1995 gab es für die Einrichtung sogenannter Jedermann-Konten in Deutschland eine Empfehlung der Banken. Aber viele Banken hielten sich nicht daran. Die Folge: Viele Arme und Personen in kritischer finanzieller Situation wurden vom Giroverkehr quasi abgehängt. Nun aber soll es für jeden in der EU das Recht geben, ein Konto zu eröffnen. Und das auch in allen anderen EU-Mitgliedstaaten. Das besagt die EU-Zahlungskonten-Richtlinie. Mit dem Antrag auf Einrichtung eines solchen Basiskontos kann man zugleich beantragen, dass dieses Konto als Pfändungsschutzkonto geführt wird. Bei dem „Basiskonto“ handelt es sich natürlich …

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Krankenhauskeime – eine unterschätzte Gefahr

Zehntausende sterben jedes Jahr, weil sie sich im Krankenhaus mit multiresistenten Keimen anstecken. Das sind Bakterien, die gegen nahezu alle herkömmlichen Antibiotika resistent sind. Die Ärzte müssen dann einen großen Aufwand treiben und beginnen einen Wettlauf mit dem Tod. Oft genug verlieren sie ihn. „In Deutschland bekannt wurden sie auch durch den Fernseh-Dokumentarfilm „Tatort Krankenhaus“ von Tilman Wolff. Darin wurde 2008 verdeutlicht, dass in deutschen Krankenhäusern jährlich bei etwa 160.000 Menschen eine MRSA-Besiedelung festgestellt wird und dass es im Klinikalltag vielfach an elementaren Hygienemaßnahmen wie Händewaschen mangelt. Neben diesen typischen Krankenhaus-assoziierten MRSA werden seit einigen Jahren auch MRSA beschrieben, die Personen außerhalb von Einrichtungen des Gesundheitswesens besiedeln, sogenannte community acquired (dt. ambulant erworbenene) MRSA. Eine dritte Gruppe stellen die Nutztierassoziierten (livestock associated) MRSA dar, die bei praktisch allen Nutztierarten gefunden werden können, insbesondere aber bei Schweinen, Mast-Kälbern und Mast-Puten. Diese Stämme besiedeln nicht nur die Tiere, sondern häufig auch die Personen, welche die Tiere betreuen. Im Rahmen der Schlachtung können die Bakterien auch auf das betreffende Fleisch übertragen werden. Dies wird insbesondere beim Geflügelfleisch (Hähnchen- …

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So tricksen die Versicherungen – Aufgepasst!

Heinz Müller bekommt Post von seiner Lebensversicherung. Die Gesellschaft bittet ihn, seine E-Mailadresse mitzuteilen, damit man ihn künftig besser per Mail erreichen kann. Luise Schundler erhält einen ähnlichen Brief, nur soll sie ihre Mobilnummer angeben oder bestätigen, daß sich ihre Adresse nicht geändert hat. Das ist aber nett von den Versicherern, daß sie so um einen guten Kontakt zu ihren Kunden bemüht sind, möchte man denken. Doch Heinz Müller wird stutzig. Er soll das Formular, in dem er seine Mailadresse angegeben hat, nämlich auch unterschreiben. Wozu? Er liest das etwas kleiner Gedruckte weiter unten auf dem Brief und entdeckt, versteckt in einem Wust von Datenschutzhinweisen und Ausfüllanleitungen, daß er mit der Rücksendung dieses Formulars seine Versicherung kündigt. Luise Schundler war nicht so aufmerksam, sie teilte ihre Handynummer mit, unterschrieb den Zettel und hatte ohne es zu ahnen, ihre Versicherung gekündigt. Sie erhält nun den äußerst geringen Rückkaufwert, der nicht einmal die eingezahlten Beiträge abdeckt. Und Luise Schundler hatte viele, viele Jahre brav jeden Monat einen deutlichen Betrag dort eingezahlt. Schließlich sollte die Lebensversicherung einmal ihre …

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Der Starrsinn der Verbraucherschützer

Ein Leser des Ehrensacheblogs schreibt mir: In der Onlineausgabe der Zeitschrift „Welt“ kommen wie jedes Jahr jetzt wieder die Verbraucherschützer hervorgekrochen und propagieren alternative Absicherungen zur Sterbgeldversicherung. Ich frage mich so langsam, woher diese Form von Starsinn kommt. https://www.welt.de/finanzen/article159301313/Bitte-beerdigen-Sie-Ihre-Sterbegeldversicherung.html#Comments Gleichzeitig frage ich mich, wie viele Verbraucherschützer eine qualifizierte Ausbildung im Bereich Versicherungen genossen haben. Man kann wirklich glauben, daß da Starrsinn dahinter steckt. Vielmehr ist es aber Faulheit. Noch vor Jahren boten Lebensversicherungen hohe Rendite. Man durfte erwarten, daß sich das eingezahlte Kapital alle 10 Jahre fast verdoppelte. Aber das war zu Zeiten, als auch Sparguthaben noch mit 2,9 – 4,5 % verzinst wurden. Diese Zeiten sind lange vorbei. Im Vergleich mit damaligen Lebensversicherungen schnitt aus Sicht der Verbraucherschützer die Sterbegeldversicherung immer schlechter ab. Während man bei einer LV auch eine Million versichern kann, ist die sterbekasse immer auf einen überschaubaren Betrag begrenzt. Während die LV hinterher satte Früchte trug, kommt es bei Sterbegeldversicherungen in ungünstigen Fällen auch zu einer gewissen Überzahlung. Das heißt: Wird man erst im Alter Mitglied der Versicherung und sichert man …

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Legen Sie das Geld nicht aufs Bankkonto!

Gerade tickert mir eine Meldung vom Domradio aus Köln auf den Schreibtisch. Darin wird auf die Bestattungskosten in Deutschland eingegangen. Im Schnitt müsse man in eine Bestattung rund 6.000 Euro investieren, günstige gebe es ab 2.000 Euro und die Luxusvariante könne auch das Zehnfache kosten. Alles gut und schön. Doch dann wird ein Experte zitiert, der empfiehlt, man könne das Geld statt in eine Sterbegeldversicherung auch auf einem Sparkonto hinterlegen und dessen Zweck testamentarisch festlegen. Dieser Rat ist in zweierlei Hinsicht völlig falsch: 1. jedwede testamentarische Verfügung bezüglich einer Bestattung kommt im Regelfall zu spät. Bis das Erbe geklärt, alle Erben benachrichtigt und das Testament eröffnet ist, liegt die Bestattung schon Tage oer gar Wochen zurück. Verfügungen bezüglich der Bestattung sind dann nicht mehr durchführbar. 2. Ein Sparkonto ist eine ganz schlechte Idee. Keiner von uns weiß, wie es im Alter um ihn bestellt sein wird. Pflege, Heimunterbringungen und Krankenversorgung können ordentlich ins Geld gehen. Und dann reicht selbst eine gute Rente nicht aus, und der alte Mensch wird ohne es zu wollen, eine Unterstützung …

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Weltweit tätig, was bedeutet das beim Bestatter?

Bestatter gibt es wie Sand am Meer. Viele neue Unternehmen buhlen mit Dumpingpreisen um die Kunden. Wenn man aber bedenkt, daß Qualität immer seinen Preis hat, weiß man, daß man beim Billigheimer auch nicht viel erwarten kann. Ein besonderes Merkmal guter Bestatter ist es, wenn sie ihre Dienstleistungen weltweit anbieten können. Menschen versterben im Urlaub, bei Geschäftsreisen oder an ihrem Altersruhesitz. Liegt der Ort fern der Heimat, ist aber doch oft der Wunsch da, den Verstorbenen hier zu bestatten. Genau da kommt der Bestatter ins Spiel, der weltweite Überführungen und Erledigungen anbietet. Das ist aber auch der Fall, wenn hier jemand verstirbt uns ins Ausland gebracht werden soll. Entweder stammt der Verstorbene von da oder er hat Verwandte in einem anderen Land und soll dort bestattet werden. Gründe gibt es viele. Dann benötigt man einen Bestatter, der das auch kann. Einmal muß er den Transport organisieren können. Dann muß er fit in Fremdsprachen sein. Außerdem muß er die internationalen Bestimmungen kennen. Zoll, Grenzbestimmungen, Transportrichtlinien, alles das muß der Bestatter wissen. Darüber hinaus muß er mit …

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Bestatter war viel zu teuer

Frau Lieblanger hatte bei Bestatter Huber die Beerdigung ihres Mannes in Auftrag gegeben. Bestatter Huber hatte den Verstorbenen in der 50 km entfernten Kreisstadt aus dem Krankenhaus abgeholt. Der Verstorbene wurde in die Räume des Bestatters gebracht, dort hygienisch versorgt und in den Sarg gebettet. Danach nahm die Familie Lieblanger in der Aufbahrungszelle des Bestattungshauses am offenen Sarg vom Verstorbenen Abschied. Huber brachte den Sarg dann auf den Friedhof. Geliefert hat er eine Truhe aus Eichenholz, dunkel gebeizt mit Schnitzereien für 1.900 €. Der Sarg wurde im Anschluß an eine Trauerfeier auf dem Friedhof im Heimatort der Familie in einem neu erworbenen Familiengrab beigesetzt. Die Rechnung, die Bestatter Huber der Witwe Lieblanger schickte, belief sich auf 11.981,- €. Das war der Witwe zu viel. Sie bat mich um Hilfe und gab an, der Bestatter habe sie von Anfang an über die Kosten im Unklaren gelassen. Sie fügte die Rechnung über 11.981,- € und einen Kostenvoranschlag über 4.988,- € bei. Ich überprüfte die Rechnung und komme zu folgendem Ergebnis: